Das war ein ambitioniertes Jahr!

von Christiane Brandes-Visbeck

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Mit ambitiousTV – Passion to Careers haben wir in den letzten 18 Monaten sehr viel Aufmerksamkeit und Interesse am transmedialen Format erhalten, aber noch keine Sponsoren, Förderer oder venture capitalists gefunden. Als angestellte Producerin oder als eine, die davon leben müsste, mit ambitiousTV Geld zu verdienen, wäre das für mich eine Katastrophe. Ich würde an mir und dem Projekt zweifeln, hektisch Änderungen vornehmen und mir immer etwas Neues ausdenken, um weiterhin Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Doch dieses Projekt hat andere Qualitäten, die ich so langsam zu schätzen lerne. Hier meine Liste der ambitiousTV-Learnings 2013:

1. Warten auf die perfekte Zeit

Ich gehöre zu den Menschen, die sehr schnell sind. Die schon sehr früh spüren, wohin eine Reise in der jeweiligen Branche gehen kann. Das ist toll, wenn man als Trendscout oder im Business Development arbeitet. Als Medienschaffende mit Interesse an Human-Ressources-Themen ist diese Fähigkeit eher kontraproduktiv. So komme ich mit meinen Ideen sehr früh auf den Markt. Vielleicht zu früh, um damit bei der Masse erfolgreich zu sein.

ambitiousTV – Passion to Careers ist ein Herzensprojekt. Wir stehen nicht unter Zeit- oder Erfolgsdruck. Wir können in Ruhe abwarten, bis die Buzzwords “Transmedia Storytelling”, “Schülermarketing” und “GenZ” in der Mitte angekommen sind. Und dann geht’s los!

2. Wer öffentlich testet, muss mutig sein

Als Medienschaffende habe ich gelernt, dass Erfolg am Endprodukt meiner Arbeit gemessen wird. Also am Artikel, dem TV-Beitrag, der Sendung, dem Blogpost, der Website – was immer es ist, das unter meinem Namen veröffentlicht wird. Also gebe ich mein Bestes: Ich überlege mir, worüber ich schreibe und wie ich den Artikel aufbaue, für wen ich schreibe und welche Fotos dazu passen. Bei Team-Produktionen beim Fernsehen oder im Digital-Media-Segment arbeite ich mit Profis zusammen: den besten Cuttern, Kameraleuten, Fotografen, Grafikern und IT-Spezialisten. Wir alle leben von dem Erfolg unserer sichtbaren Arbeit.

Bei ambitiousTV lerne ich nun, öffentlich zu testen. Jeder, der will, kann sehen, hören und lesen, wie unsere Layout-Produktionen geworden sind: Hier ist der Ton schlecht, da gefällt die Kameraeinstellung nicht und wenn man dann noch als passionierte Behind-the-scene-Person Interviews gibt, ähm … Hinterher ist man immer klüger. Und so wachse ich an der Erkenntnis, dass bei Non-Budget-Produktionen auch öffentliches Blamieren dazu gehören kann. Es geht hier nicht um die Qualität der Produkte, sondern um die Learnings, die wir aus unseren Aktivitäten mitgenommen haben. Die sind es mir wert!

3.  Wir alle wissen: Nichts ist umsonst

Da wir ambitiousTV mit vielen engagierten Spezialisten honorarfrei und in unserer Freizeit entwickeln, dauert alles länger als im professionellen Umfeld. Denn viele der Beteiligten sind Freiberufler, die ständig unter Strom stehen. Sie sind trotzdem dabei, weil sie an das Projekt glauben und sich mit Zukunftsthemen auseinandersetzen können.

Allen im Team bin ich unendlich dankbar, dass sie sich 2013 für ambitiousTV engagiert haben. Es war nicht umsonst. Wir haben viel bewegt. 2014 geht es weiter. Wir treffen uns nächste Woche in Workshops, führen weiterhin Gespräche mit Unternehmen und Produktionsfirmen und sind im Februar auf der Social Media Week in Hamburg dabei.

Für das neue Jahr wünsche ich allen, die dies lesen, Mut, Geduld und den Glauben an das Unmögliche. 

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